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Erstmals mit den Grossen

Die Kurzbahn-EM in Lublin war für uns beide ein besonderer Meilenstein: Zum ersten Mal standen wir gemeinsam mit der Elite-Nationalmannschaft in einem internationalen Poolwettkampf am Start. Nach den Schweizer Meisterschaften von vor zwei Wochen ging es für uns darum, unsere aufsteigende Form zu bestätigen – und genau das ist uns gelungen.

Bereits in den Vorläufen am Vormittag konnten wir gute Leistungen abrufen. Julien gelang es sogar, über die 100 m Brust und die 400 m Lagen neue persönliche Bestzeiten zu schwimmen – bemerkenswert, da man im Schwimmsport am Nachmittag tendenziell etwas schneller ist.

Trotz starker Rennen reichte es leider für uns beide nicht für die Finalqualifikation. Was unteranderem auch an einem überdurchschnittlich hohen Niveau der Konkurrenz lag.

Natürlich war die verpasste Finalchance im ersten Moment ein Dämpfer. Mit etwas Abstand überwiegt jedoch die Zufriedenheit: Wir konnten unsere Leistungen bestätigen, wichtige Erfahrungen sammeln und sehen nun klarer, an welchen Punkten wir arbeiten müssen, um beim nächsten Mal den Sprung in die Finals zu schaffen.



Kurzbahn Schweizer Meisterschaft 2025 - EM und Schweizerrekord

17.11.2025: Die bisher erfolgreichste Schweizer Meisterschaft ging für uns gestern zu Ende.

Julien erlitt am Donnerstagabend während der letzten Vorbereitungen einen Hexenschuss. Dadurch musste er schweren Herzens auf die 400m Lagen verzichten und suchte stattdessen den Chiropraktiker auf. Trotz dieser schwierigen Ausgangslage gelang ihm am Sonntag über 200m Lagen die Qualifikation für die Kurzbahn-Europameisterschaften.

Paul schaffte die EM-Qualifikation bereits am Samstag über 1500m Freistil – und sicherte sich in diesem Rennen zusätzlich den Schweizer Meistertitel. Am Sonntag folgte dann ein weiterer Meilenstein: Über 800m Freistil gewann Paul nicht nur seine zweite Goldmedaille, sondern unterbot auch noch den Schweizerrekord.

Wir sind unglaublich stolz auf diese Leistungen und freuen uns, unsere erste EM gemeinsam bestreiten zu dürfen.

World Cup Golfo Aranci (Paul)

Der letzte Stopp des Worldcups 2025 war für mich der erste Wettkampf der neuen Saison, was eine gute Gelegenheit ist, um zu sehen, wo wir im Training stehen. Nach den Weltmeisterschaften hatte ich eine längere Pause eingelegt, um mich von der Saison zu erholen. Die meisten Openwater-Schwimmer trainierten jedoch über den Sommer weiter oder machten nur eine sehr kurze Pause.

Umso zufriedener bin ich mit meinem 22. Platz im 10 km Rennen und dem Erreichen des Halbfinals über 3 km. In beiden Rennen konnte ich über weite Strecken mit der Spitzengruppe mithalten. Am Ende fehlten mir im 3 km Rennen nur acht Sekunden zum Finaleinzug, und im 10 km Rennen kam ich rund 50 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel.

Insgesamt war es ein wichtiger Wettkampf, um weitere Erfahrungen zu sammeln – nicht nur für mich, sondern auch für meinen Trainer Andrea Mercuri, der dieses Mal anstelle von Nationaltrainer Gabriel Schneider dabei war und einen guten Einblick in die Openwater-Welt bekam.



Trainingslager + Wettkampf in Sardinien (Paul)

Zwei Wochen nach dem Saisonauftakt wurde das Schwimmbad in Tenero, wie jedes Jahr, überdeckt. Dafür muss das gesamte Wasser abgelassen werden, was bis zu einer Woche dauern kann. Um diese Pause zu überbrücken, sind wir nach Sardinien geflogen und konnten dort noch einmal die Sonne geniessen und ein letztes Mal für dieses Jahr unter freiem Himmel trainieren.

Am 13. September fand dort ausserdem ein kleiner Wettkampf zu Ehren von Stefano Nurra und Claudio Rais statt, den wir spontan als willkommene Trainingseinheit mitgenommen haben. Da nur 50- und 100-Meter Rennen ausgeschrieben waren – Strecken, die nicht zu meinen Hauptdisziplinen gehören – hatte ich die Chance, ein paar neue Nebenstrecken auszuprobieren und einfach den Wettkampfcharakter mitzunehmen.


Sechs Jahre voller Erinnerungen  (Julien)

Es wird Zeit, sich zu verabschieden. Nach sechs Jahren mit vielen Höhen und Tiefen ist für mich der Moment gekommen, das Tessin zu verlassen. Dieser Schritt fällt mir alles andere als leicht zu viel ist in dieser Zeit passiert, an das ich mit schönen Gedanken zurückdenken werde.
Als kleiner Junge bin ich hierhergekommen mit viel Neugier und Fleiss, aber auch mit Angst. Ich wusste nicht, was mich erwartet: ein neues Zuhause, neue Freunde, eine neue Sprache, alles war neu. Doch ich habe den Schritt gewagt. In den letzten sechs Jahren durfte ich mich persönlich und menschlich weiterentwickeln. Ich habe unzählige Trainingsstunden im Centro Sportivo Tenero verbracht, an Wettkämpfen gekämpft, Siege gefeiert und Rückschläge verarbeitet. Vor allem aber habe ich Menschen kennengelernt, die ich heute Freunde nennen darf und die mich mein ganzes Leben prägen werden.

Das Tessin war für mich nicht nur ein Trainingsort, es wurde ein Stück Heimat, in dem ich mich von Jahr zu Jahr wohler fühlte. Dafür bin ich unendlich dankbar. 

In den letzten Monaten habe ich jedoch gespürt, dass ich an einem Punkt angekommen bin, an dem es für meine Entwicklung notwendig ist, neue Wege zu gehen und neue Erfahrungen zu machen. Ich bin sehr dankbar für alles, was ich in Tenero erleben durfte.

Ich möchte mich bei Massimo Meloni und Andrea Mercuri für die letzten sechs Jahren bedanken.

Ab dem kommenden September beginnt für mich ein neuer Lebensabschnitt: Ich werde nach Győr in Ungarn ziehen und dort unter Petrov Árpád trainieren. Ich kann es kaum erwarten, diese neue Herausforderung anzunehmen und bin überzeugt, dass mir dieser Schritt helfen wird, sportlich wie auch persönlich weiterzukommen.



Weltmeisterschaften Singapur (Paul)

Die Reise zu meiner ersten Weltmeisterschaft begann mit einem kurzen Vorbereitungslager in Thailand, in der Nähe von Pattaya. Das Ziel war, mich an die Zeitverschiebung zu gewöhnen und schon ein erstes Gefühl für das warme Wasser zu bekommen – denn in Singapur erwarteten uns extrem hohe Temperaturen.

Direkt beim ersten Rennen über 10 Kilometer wurde klar, wie speziell diese Weltmeisterschaft werden würde. Das Wasser war fast 31 Grad warm – kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass wir Schwimmer normalerweise in Becken mit 27 Grad trainieren. An Open-Water-Wettkämpfen liegt die Temperatur oft sogar nicht höher als 23 Grad. Die Gefahr zu dehydrieren war sehr hoch, was man auch daran sehen kann, dass insgesamt 11 Schwimmer frühzeitig aufgeben mussten.
Ich selbst kam mit den Bedingungen erstaunlich gut zurecht. Auch wenn das Rennen spontan um mehrere Stunden verschoben wurde und ich frühmorgens per WhatsApp davon erfuhr, war ich bereit. Ich schwamm in der ersten Hälfte in der Spitzengruppe mit, doch auf den letzten Kilometern wurde es hart. Ich war alleine unterwegs, ohne Gruppe, was viel mehr Energie kostet – trotzdem reichte es am Ende für Platz 19. Bei 62 klassierten Schwimmern und diesen Umständen war das für mich ein richtig starker Einstand.


Zwei Tage später stand bereits das 5-Kilometer-Rennen an. Im Gegensatz zum 10 Kilometer-Rennen gelang es mir viel gelassener zu starten und meine Kräfte viel gezielter einteilen. Der Lohn: Platz 11 – nur knapp ausserhalb der Top Ten. Im Ziel trug ich zwar ein blaues Auge davon, nachdem ich von einem Konkurrenten im dichten Feld im Gesicht getroffen wurde, aber ich war total happy mit dem Resultat.

Zum Abschluss meiner WM-Woche nahm ich auch noch am Knockout-Sprint über 3 Kilometer teil. In jeder Runde scheiden die langsameren Schwimmer aus, was dieses neue Format ist ziemlich intensiv macht. Ich kam bis ins Halbfinale und belegte schliesslich den 13. Platz – ein schöner Abschluss für eine erlebnisreiche Woche.

Ich bin mehr als zufrieden mit meinem WM-Debüt. Es war ein gelungener Abschluss einer intensiven und erfolgreichen Saison. Jetzt freue ich mich auf eine wohlverdiente Auszeit vom Schwimmen, um neue Energie zu tanken und mich gut zu erholen, bevor es dann mit neuer Motivation weitergeht.
ZO-Artikel; SRF-Artikel; Alle Resultate


Sommer Schweizermeisterschaften Lausanne 2025 (Julien) 

Die Sommer-Schweizermeisterschaften vom 10. bis 13. Juli in Lausanne war mein letzter Wettkampf vor der Sommerpause und endlich wieder ein Anlass, bei dem ich mich fit fühlte.
Ich konnte zwei Schweizer Meistertitel über die 200 m und 400 m Lagen gewinnen, wurde Zweiter über 100 m Brust und belegte zwei Mal den 4. Platz (50 m Brust und 4×100 m Freistil). Zum Abschluss gab es noch einen 3. Platz mit der Lagenstaffel.
Insgesamt bin ich sehr zufrieden nicht nur mit den Resultaten, sondern auch, weil ich wieder nahe an meine Bestzeiten herankam. Jetzt heisst es: kurz durchatmen, neue Energie tanken und dann motiviert in die nächste Saison starten!



Europameisterschaften Stari Grad (Paul)

Vom 28. bis 30. Mai fanden im Hafen von Stari Grad die Europameisterschaften im Open Water statt. Zum ersten Mal startete ich nicht nur in einem, sondern gleich in drei Rennen: Am ersten Tag über 10 km, am zweiten Tag über 5 km und am dritten Tag im 3 km Knockout-Sprint.

Die ersten beiden Rennen verliefen sehr erfolgreich. Trotz einer sehr hohen Pace konnte ich im vorderen Feld lange mithalten und schlug im 10 km-Rennen als Vierzehnter und im 5 km-Rennen als Elfter an.

Der 3 km Knockout-Sprint ist ein neues, sehr strategisches Format, das aus drei Läufen besteht: zunächst 1’500 m, dann 1’000 m und abschliessend 500 m. Nach jedem Lauf scheiden die langsamsten Schwimmer aus. Leider habe ich mich im ersten Lauf etwas verpokert, kam als 17. ins Ziel und verpasste die Qualifikation für den nächsten Lauf um nur eine Position – nur die besten 16 kamen weiter.

Damit war meine erst zweite EM insgesamt sehr gelungen. Ich bin mit meinen Resultaten sehr zufrieden und habe mich gefreut, zum ersten Mal das neue Knockout-Format ausprobieren zu dürfen. Zudem konnte ich wieder viel lernen – vor allem im Hinblick auf Rennübersicht und Strategie.
Nun werde ich mich voll und ganz auf die bevorstehende WM in Singapur konzentrieren.
Alle Resultate

 


Paul für Weltmeisterschaften selektioniert

Paul wurde offiziell für die Open Water Wettkämpfe an den World Aquatics Championships 2025 in Singapur selektioniert. Beim Weltcup auf Ibiza erreichte er über 10 km den 19. Platz und erfüllte damit die Selektionskriterien von Swiss Aquatics.
Gemeinsam mit Christian Schreiber wird er vom 15. bis 20. Juli am Palawan Beach in Singapur starten. Zuvor steht noch die Europameisterschaft in Kroatien (Ende Mai) auf dem Programm.


Open Water World Cup Ibiza (ESP)

26. April 2025: Gestern fand auf Ibiza die zweite Etappe des Open Water World Cups statt – das Rennen, auf das ich monatelang hingearbeitet hatte, mit dem Ziel, mich endgültig für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.
Das 10 Kilometer lange Rennen versprach von Anfang an eine grosse Herausforderung zu werden: 82 Schwimmer am Start – ein riesiges Feld mit den schnellsten Athleten der Welt. Der Start gelang mir perfekt. In den ersten Runden konnte ich alles umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte, und mich gut in der Spitzengruppe positionieren.Doch ab der vierten Runde wurde es richtig hart. Die Wassertemperatur betrug nur 18 Grad, und die Belastung des Rennens begann sich bemerkbar zu machen. Ich spürte, wie die Kälte mich langsam in eine Art Trance versetzte. Mein Kopf wurde müde, die Konzentration liess nach.
Trotzdem gelang es mir, durchzukämpfen, auf der letzten Runde nochmals alle Kräfte zu mobilisieren und am Ende den 19. Rang zu erreichen – nur 16 Sekunden hinter dem Sieger.


Mit diesem Ergebnis habe ich alle Bedingungen für die WM-Qualifikation erfüllt. Es war ein sehr hartes und vor allem extrem schnelles Rennen: Mit einer Endzeit von 1:50:47 bedeutet das eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 1:06 pro 100 Meter.
Ich bin sehr zufrieden, denn es zeigt, dass ich jetzt schon mit den allerschnellsten Schwimmern der Welt mithalten kann. (Alle Resultate)

Vereinsmeisterschaft in Uster

Am vergangenen Wochenende fanden in Uster die Vereinsmeisterschaften statt. Gemeinsam mit unserem Club Lausanne Aquatique konnten wir beide wichtige Punkte sammeln und uns damit vom letztjährigen vierten Rang auf den zweiten Platz verbessern.
Die Stimmung am Beckenrand war grossartig, und wir sind stolz darauf, Teil dieses engagierten und motivierten Teams zu sein.
Herzlichen Glückwunsch an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben!

Zu den Resultaten


Schweizermeisterschaft Sursee

Vom 3. bis 6. April fanden in Sursee die Schweizermeisterschaften statt.

Am ersten Tag verpasste Julien das Podest nur knapp und wurde Vierter über 100 m Brust. Paul hingegen konnte sich in einem stark besetzten 1500 m Freistil-Finale mit nur 0.03 Sekunden Vorsprung gegen Christian Schreiber durchsetzen. Er musste sich lediglich dem Olympiaschwimmer Antonio Djakovic und dem Schweizerrekordhalter Julio Bernadon geschlagen geben.

Am zweiten Tag legte Julien mit Edelmetall nach. Über 400 m Lagen sicherte er sich in einem hart umkämpften Rennen die Bronzemedaille.
Der dritte Wettkampftag brachte erneut Medaillen. Über 800 m Freistil wurde Paul Vize-Schweizermeister hinter Djakovic und holte später mit der 4×200 m Freistilstaffel ebenfalls Silber. Julien erwischte leider einen unglücklichen Tag und verpasste trotz starker Leistungen zweimal knapp das Podest – Vierter über 50 m Brust und 200 m Lagen.

Julien verpasste die Limiten für die U23-EM mehrmals nur ganz knapp, während Paul seinen Fokus nun auf den kommenden World Cup in Ibiza richtet, um sich dort in den offenen Gewässern für internationale Einsätze zu empfehlen.

Alle Resultate

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Meeting di Livorno (ITA) 


Am  21. und 22. März hatte ich die Gelegenheit, beim Meeting di Livorno (Resultate) meinen ersten Wettkampf des Jahres 2025 zu bestreiten. Dieser Wettkampf war gleichzeitig die letzte Standortbestimmung vor den Schweizer Meisterschaften auf der Langbahn.

Mit ein paar Rennen bin ich zufrieden, mit anderen weniger – aber genau dafür sind solche Wettkämpfe da: um Erfahrungen zu sammeln, und herauszufinden an was man in Zukunft arbeiten muss.

Jetzt richtet sich mein voller Fokus auf die Langbahn-Schweizermeisterschaften, wo ich um die Qualifikation für die U23-Europameisterschaften kämpfen werde. Ich freue mich auf die Herausforderung und bin sehr gespannt, was in die kommenden Wochen noch zu bieten haben!



Impressionen aus dem Trainingslager Lanzarote

Neben den guten Bedingungen war es auch schön Sonne zu tanken und an den freien Tagen an den Strand zu gehen. Julien hat dieses Video mit ein paar Einblicken in unseren Tagesablauf zusammengeschnitten:

 



Open Water World Cup Somabay (EGY)

Freitag, 21. Februar: Schon als ich um 8 Uhr am Venue ankam, wusste ich, dass das Rennen eine echte Herausforderung werden würde. Der Wind peitschte mit bis zu 50 km/h über das Wasser und bildete grosse Wellen – unter solchen Bedingungen bin ich noch nie ein Rennen geschwommen.

Da ich nicht derjenige sein wollte, der sich von Anfang an ganz vorne durch die Wellen kämpfen muss, entschied ich mich für einen kontrollierten Start. Als ich um 11 Uhr ins Wasser sprang, setzte ich meinen Plan um – doch nach der ersten Runde war ich auf Platz 52. Weiter hinten als erwartet, aber ich fühlte mich gut und dachte: Jetzt beginnt die Aufholjagd.

Die Wellen machten es schwer, mich zu orientieren. Immer wieder drehte die Strömung meinen Körper in die falsche Richtung, das Sichtfeld war eingeschränkt, und die Positionskämpfe waren chaotisch. Ich merkte, dass ich an vielen Schwimmern vorbeischwamm, doch es war schwer, meine tatsächliche Platzierung einzuschätzen. Als ich endlich wieder den Überblick hatte, wurde mir klar: Die Spitzengruppe war bereits zu weit weg. Ein Einholen war nicht mehr möglich.

Am Ende stand Platz 22 – eine Leistung, mit der ich trotz allem zufrieden bin. Auch, weil mir weniger als 90 Sekunden auf das Podest gefehlt haben. (Resultate)


Soldat(en) Niederberger

7. Februar: Heute war es so weit – wir wurden offiziell zu Soldaten befördert!

Vor zwei Tagen haben wir unser Trainingslager in St. Moritz unterbrochen und sind nach Magglingen gereist, um uns auf den Besuchstag und die Beförderungszeremonie vorzubereiten. Heute durften wir dann diesen besonderen Moment erleben.

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CISM Militär WM Warendorf

Sonntag 25. Dezember 2024: Vor einer Woche reisten wir mit einer Gruppe von Sportsoldaten nach Warendorf, um an der Militär-Weltmeisterschaft teilzunehmen. Von Dienstag bis Freitag standen spannende Wettkämpfe auf dem Programm. Für uns war es eine erste Möglichkeit, auf der Langbahn zu schwimmen und mit internationalen Athleten zu vergleichen.

Julien konnte seine Form gut abrufen und zeigte starke Leistungen. Er gewann Bronze über 400m Lagen und trug in der 4x100m Freistilstaffel dazu bei, dass das Team ebenfalls Bronze holte (alle Resultate). Für Paul lief die Woche leider anders als geplant. Bereits auf der Hinreise zeigten sich Krankheitssymptome, die ihn dazu zwangen, die gesamte Woche im Bett zu verbringen. Obwohl er nicht aktiv teilnehmen konnte, war er mit dem Team im Geiste dabei.

Jetzt sind wir auf dem Rückweg nach Hause, ins Tessin, wo wir den Rest unserer RS absolvieren werden.


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SpiSpo RS Magglingen + Kurzbahn Schweizer Meisterschaften

In den letzten drei Wochen haben wir die allgemeine Grundausbildung (AGA) der SpiSpoRS abgeschlossen. Im Schnellverfahren mussten wir in kurzer Zeit das lernen, wofür man in einer gewöhnlichen RS sieben Wochen Zeit hat. Die AGA diente dazu, uns mit dem militärischen Alltag vertraut zu machen, unsere Rechte und Pflichten kennenzulernen und grundlegende Fähigkeiten zu erwerben. Dazu gehörten Marschieren, erste Hilfe und Biwakieren unter freiem Himmel. Nebenbei hatten wir täglich eine Trainingseinheit, um fit zu bleiben.
Die letzten Tage der Grundausbildung haben wir verpasst, da wir an den Kurzbahn-Schweizer-Meisterschaften teilgenommen haben. Angesichts der intensiven letzten Wochen verliefen die Wettkämpfe so, wie wir es uns erhofft hatten. Julien konnte mit seinen 100m Lagen und der 4x50m Freistilstaffel sogar zwei Medaillen mit nach Hause nehmen.
Jetzt beginnt für uns die Funktionsausbildung, bei der wir uns als Sportsoldaten endlich wieder voll auf das Schwimmen konzentrieren können. Zudem erwarten uns spannende Workshops zu Themen wie Karrieremanagement!
Wir sind sehr dankbar über die Möglichkeit, die Militärpflicht so absolvieren zu können. Trotz des harten Alltages haben wir sehr viel Spass und können auch neue Kontakte mit Spitzensportlern anderer Sportarten knüpfen


Open Water World Cup Hong Kong

Sonntag 27.10.2024: Erst im Bus, zurück zum Flughafen, als ich die Skyline Hong Kongs ein letztes Mal betrachtete und Pink Floyd über meine Kopfhörer spielte, habe ich begonnen alles zu verarbeiten, was in den letzten knapp sechs Tagen passiert war. Ich wollte schon seit langer Zeit einmal nach Asien reisen aber als ich am Abend des 22.10. in den Flieger stieg hätte ich mir nicht im Ansatz ausmalen können, was diese Reise für mich bereit hält.

Schon zwei Tage vor dem Start haben Christian und ich begonnen uns an den Chinesischen Schlafrhythmus anzupassen. Wir haben versucht früh ins Bett zu gehen und haben uns gezwungen früh aufzustehen. So konnten wir der Zeitverschiebung etwas entgegenkommen. Auch am Flughafen haben wir bereits versucht zu schlafen, rasch in das Flugzeug einzusteigen und weiter zu schlafen. Nach 11 Stunden Flug, kamen wir spät Abends in Hong Kong an und wurden direkt von einem Bus zum Hotel gebracht. 

Am nächsten Tag konnten wir das erste mal trainieren. Das Schwimmbad war offen und war mitten in der Stadt, umgeben von Hochhäusern. Dort trafen wir auch die meisten anderen Athleten. Die Chinesen, Amerikaner, Australier auf deren Schwimmbahn falsch rum geschwommen wurde und noch ein paar andere Schwimmer. Am Tag darauf, ein Tag vor dem Rennen durften wir im Meer schwimmen, am Respulse Bay, wo später auch die Wettkämpfe stattfinden würden. Der Tag des Wettkampfes begann ruhig, wurde dann aber wegen einer Taifun Warnung auf ein Mal stressig. In einem Notfall Meeting erklärten die Schiedsrichter um 8 Uhr morgens, dass der Wettkampf statt wie geplant, um 9:30 Uhr, bereits um 8:30 Uhr beginnen würde. Hektisch zogen wir unsere Schwimmanzüge an und cremten die stellen an der die Reibung am grössten ist mit Vaseline und Zink ein und ohne uns aufzuwärmen standen wir auf einmal auf dem Ponton und hörten das Startsignal. Ich bin etwas ruhiger im hinteren Mittelfeld gestartet, um mich langsam in das Rennen zu steigern. Als die vorderen Leute begannen, das Rennen schnell zu machen, konnte ich genau im richtigen Moment reagieren um an der ersten Gruppe dran zu bleiben. Das Feld war schnell, was bei der Teilnahme von acht Olympioniken auch nicht verwunderlich war. Trotzdem schaffte ich es bis am Ende ganz vorne mit zu Schwimmen und konnte in der letzten Runde sogar nochmal von der 14 Position auf die 8 vorschwimmen und kam nur 25 Sekunden nach dem Gewinner an. Unglaublich. Ich hatte mir eine Top 20 Platzierung erhofft aber dass es so gut laufen würde hätte ich mir nie erträumt. Mit einem so starken Resultat habe ich eine schöne Empfehlung für die Weltmeisterschaften abgegeben, die im Sommer in Singapur stattfinden.

Die restliche Zeit, die ich noch in Hong Kong hatte, habe ich genutzt um mir die Stadt anzuschauen und neue Freundschaften im Open Water zu schliessen.